RONTALZENTRUM DIERIKON

Studienauftrag | Rang 1

Die Aussenräume des Rontalzentrums Dierikon liegen in einem Siedlungs- und Landschaftsraum, welcher in den letzten Jahrzehnten durch Verkehrs- und Wirtschaftswachstum geprägt wurde. Hier vereinen sich viele gegensätzliche Aspekte der Freiraumplanung. 

Die Aussenraumgestaltung will diese besonderen Voraussetzungen aufgreifen und auf nutzerfreundliche Weise einen Beitrag zur Integration und Vernetzung der Bewohnerschaft leisten. Der Projektansatz entwickelt sich aus einer vertikalen Stapelung von zwei Landschaften. Jeder Landschaftshorizont besitzt eine eigene Atmosphäre und unterscheidet sich in Funktion, Nutzungsmöglichkeit und Öffentlichkeitscharakter. Die Stapelung der Aussenräume verteilt sich auf zwei funktionale Ebenen:

Die Stadtebene ist wichtiger Bewegungsraum für alle Verkehrsteilnehmer. Als öffentlicher Ankunfts- und Aufbruchsort mit eher kurzen Verweilzeiten lebt diese Ebene von grosszügigen Bewegungsflächen und einer guten Durchwegung, spannenden Raumabfolgen und Durchblicken, sowie überraschenden Freiraum- und Grünelementen mit grosser Anziehungskraft. 

Die Landschaftsebene ist das wichtigste Wohnumfeld und der grösste Grünraum der Siedlung. Die Gestaltung und Materialwahl folgt dabei dem Leitgedanken, dass ein hoher stadtökologischer Wert und die Nutzbarkeit nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen. Eine flexible Möblierung, der Wechsel von Alltagsnutzungen und besonderen Anlässen, Wandlungsprozesse der üppigen Vegetation, sowie die Nutzung von Wasser verhelfen der Landschaftsebene zur gewünschten lebendigen Atmosphäre.

Auftraggeber

Dierinvest AG

Ort

Dierikon, LU

Zeitraum

2017

Kontext

Wettbewerbe Wohnen Arbeiten

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