SBL WEINBERGLISTRASSE

Studienauftrag | Rang 1

Die Umgebungsgestaltung orientiert sich am Zeitgeist aus der Entstehungszeit der Siedlung und greift die Formensprache der Gartengestaltung der 30er bis 50er Jahre des 20. Jahrhunderts auf. Der Siedlungsaussenraum wird als physisch erfahrbarer und ablesbarer Landschaftsraum gesehen. Dazu dienen präzise in die Topografie eingefügte Wege, Plätze, Mauern und Treppenläufe welche den Aussenraum urbarisieren. Die Bepflanzung wird als gärtnerische Interpretation einer Pflanzengesellschaft in der freien Landschaft gesehen, wobei Wild- und Kulturarten unterschiedlichster Form und Farbe miteinander kombiniert werden.

Das Wegenetz unterscheidet primäre Fusswegverbindungen mit halböffentlichen, und untergeordnete sekundäre Gartenwege mit halbprivatem Charakter. Die in Ortbeton materialisierten Fusswege erinnern in der Formgebung an die typischen Beläge aus polygonalen Gartenplatten Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Hauptverbindungen weiten sich partiell auf und bilden Treffpunkte des Quartierlebens, Aufenthalts-, Spiel- und Ruheplätze. Sie werden von blütenreichen Pflanzenbändern begleitet und von Sitzmauern gefasst. Entlang der sekundären Wegverbindungen sind Nutzflächen angeordnet, auf denen die Wäsche getrocknet werden kann, oder Kleinkinder wohnungsnahe Spielbereiche vorfinden.

Markante Solitärbäume und Baumgruppen, insbesondere entlang der Weinberglistrasse, sind wesentliche Elemente des heutigen Siedlungscharakters. Sie werden soweit wie möglich erhalten und innerhalb der Siedlung ergänzt. Zusätzlich säumen Pflanzflächen die Hauptwege durchs Quartier. Eine Kombination aus pflegeleichten Kleinsträuchern und Blütenstauden zeigen ganzjährig abwechslungsreiche Struktur- und Farbaspekte.

Auftraggeber

SBL Wohnbaugenossenschaft Luzern

Zusammenarbeit

Meletta Strebel Architekten AG, Luzern/Zürich

Ort

Luzern

Zeitraum

2017

Kontext

Wettbewerbe Wohnen Arbeiten

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