ALTE ZIEGELEI

Die Entstehung des Gebäudes der alten Ziegelei in Kriens geht auf das Jahr 1895 zurück. Als «gewachsenes Baudenkmal» hat es immer wieder bauliche Veränderungen durchlaufen.

Ursprünglich als Dampfziegelei geplant und betrieben, wurde es nach mehreren raschen Eigentumsänderungen 1925 durch Alfons Kuoni als Wohnhaus umgebaut. Dabei wurde in die ursprüngliche zweigeschossige Maschinenhalle eine zusätzliche Hourdisdecke mit Stahlträgern eingezogen. Während das Erdgeschoss weiterhin gewerblich, sowie später auch als Autoeinstellhalle genutzt wurde, diente das 1. Obergeschoss ab dann vornehmlich als Estrich und Lagerraum für die beiden Wohngeschosse (2.-3.OG) Diese Nutzung besteht nahezu unverändert bis heute. Die dreiseitig um den Kernbau gruppierten Baukörper, die eingeschossigen Ziegellagerhallen (Westen), der zweigeschossige Ostanbau (Produktion) und der nordseitige, ursprünglich offene Speditionstrakt mit Verladerampe gehören zur ersten Bauphase und wurden erhalten und weiterhin als Gewerbe- und Lagerraum genutzt. Um 1950 erfolgte ein weiterer und bis jetzt letzter Wohnungseinbau im Obergeschossdes Ostanbaus.

Die Freiraumkonzeption liest das Gesamtareal Neufrohalp als eine Abfolge einzelner Kompartimente, welche unterschiedliche Entstehungszeiten referenzieren. Während die Wohnumfelder der Neubauten in einer Verwandtschaft zueinander stehen, unterstreicht die Freiraumgestaltung der alten Ziegelei die Eigenständigkeit des freigestellten Bestandesbaus. Über ein umlaufendes Belagsband tritt man allseitig ans Gebäude heran. Rund um diesen korridorartigen hausnahen Freiraum interagieren differenziert ausgestaltete Freiräume mit dem Kontext: Im Osten die Vorfahrt mit den Autoabstellplätze, im Süden als Spiel- und Aufenthaltsraum vor dem Haupteingang die bestehende Grünanlage mit Baumbestand, im Westen ein baumbestandener Platz als Filter zur Nachbarliegenschaft, und im Nordwesten richten sich Gärten und Gartensitzplätze auf die Hausgärten der Wohnhäuser an der Schachenstrasse aus. In ihrer Gesamtheit fügen sich die unterschiedlichen Teilräume zu einem beispielhaften Wohn- und Arbeitsumfeld zusammen.

Zusammenarbeit

Seiler Linhart Architekten SIA BSA

Ort

Kriens LU

Kontext

Wettbewerbe Wohnen Arbeiten

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